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Lilli Kuschel

19. Juni - 22 August 2018





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SONNENALLEE | Deutschland 2010 | 37 min

Lilli Kuschels Bilder städtischer Ensembles und gezeichneter Landschaften, von Verkehrsanlagen, menschlichen Konstellationen und kommunikativen Akten sprechen eine eigenwillig genaue Sprache. Das Entrückte, wie auch das Verrückte der Normalität werden in der Komposition der Dinge und Personen auf ihren Bildflächen sofort sichtbar. Kaum ein Wort wird gesagt, aber der gestaltende Blick hat begriffen, erzählt ohne Worte.

Sonnenallee – Die Kamera fährt eine Straße in Berlin-Neukölln ab und richtet den Blick auf Fassaden, Läden und Schaufenster. Manchmal hält sie inne, der Filmschnitt durchsticht die Fassaden, und wir befinden uns im Inneren der Häuser: in einem arabischen Reisebüro, einer Schneiderei, einem  Nagelstudio, einem Restaurant, einer Arztpraxis, einem Kosmetiksalon, einem Friseurgeschäft und einem Hundesalon. Was dort an Kultur zu sehen ist, ist mehr als sensationell.

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Frederik Foert Videos





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The Heart of Darkness • Video HD, 12 min, China 2017

Der Kurzfilm entstand von Mai bis Oktober 2017 in verschiedenen Parks in den Städten Guangzhou und Peking sowie in Pekings Shopping Mall „The Place“. Der unterlegte Soundtrack „The End“ von den Doors stellt eine direkte Parallele zum Filmklassiker „Apocalypse Now“ von Francis Ford Coppola her. Die Musik bildet sozusagen das Gerüst für eine Filmcollage aus Alltagsszenen chinesischen Lebens, die sich absurderweise an der Handlung eines der berühmtesten Antikriegsfilme entlanghangelt. Statt Hubschrauberstaffeln wurden hier mit Laiendarstellern Choreografien für Rasenmäher und Kinderspielzeug geschaffen.

Musik: The Doors, The End, Lyrics written by Jim Morrison, 1967

To Live Is To Fly • Video HD, 6.35 min, China 2017

Der ebenfalls mit Musik unterlegte Film zeigt eine Busfahrt vom Terminal 3 des Beijing International Airport zum Flugzeug. Durch einen denkbar einfachen Trick wird der Betrachter in diese an sich alltägliche Szenerie gesogen. Das Bild steht Kopf, eine Baselitz-Perspektive quasi. Bei blauem Himmel und Sonnenschein orientieren wir uns an der Horizontlinie. Der Himmel jedoch erscheint uns hier aus Asphalt immer wieder von typografischen Zeichen strukturiert. Der Boden hingegen wurde uns unter den Füßen weggezogen. Jeder Richtungswechsel läßt uns ein wenig schwindeln, während alle Fahrzeuge wie die Wuppertaler Schwebebahn an uns vorüberziehen.

Musik: Towns Van Zandt, To Live Is To Fly, 1971 / Dexter, Rainbow Flight, 2013

Little Red Riding Hood • Video HD, 3.50 min, China/Italien 2017

Little Red Riding Hood ist der kürzeste der drei gezeigten Filme und erinnert uns damit am ehesten an ein Musikvideo. Untermalt von einer Coverversion des titelgebenden 60er Jahre Klassikers beobachten wir eine Szene in einem Innenhof der Verbotenen Stadt, dem ehemaligen Kaiserpalast in Peking. Bei günstiger Wetterlage ist dies eine beliebte Bühne für Hochzeitsfotografen und ihre Kundschaft. Die chinesische Braut heiratet traditionell in Rot und das Hochzeitsfotoalbum ist ungefähr so wichtig wie das Bankkonto des Bräutigams. Hier inszenieren sich an einem schönen Nachmittag dutzende von Brautpaaren und eine Vielzahl an Fotografen und Assistenten sind darauf bedacht, dass ihnen kein fremdes Brautpaar in die Quere kommt! Schnitt – Szenenwechsel: Venedig, das Traumziel all der eben gesehenen Paare. 5 Uhr morgens, kein Mensch, kein Tourist nur die Abfälle vom Abend vorher. Die Tauben picken die Reste aus den weggeworfenen Pizzakartons… so viel Romantik muss sein!

Musik: Amanda Seyfried: Little Red Riding Hood, 2013

Songwriter: Ronald Blackwell, 1966

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ALLES! Videoprogramm





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„Public owned city“

bankleer

0:30 min, 2012

ON HUMAN ARROGANCE

Helmut Dick

4:20 min, 2017

In vielen Religionen und Legenden spielen Vögel als fliegende Überbringer und Vermittler zwischen der unerreichbaren Welt der Götter und den erdgebundenen Menschen eine besondere Rolle. Auch in ON HUMAN ARROGANCE werden Vögel für einen Botengang eingespannt. Heraus kommt eine besondere aber auch zweifelhafte Aktion, in der die Beschränktheit und Unausweichlichkeit unserer anthropozentrischen Wahrheit spürbar wird.

Jumping City Teil 2

Birgit Dunkel

7:41 min, 2017

Hopsen – eine Bewegungsform wird wiederentdeckt, eine Form der Fortbewegung mit Erkenntnisgewinn und potentiellem Suchtfaktor. Die Hamburger Künstlerin Birgit Dunkel hat eine alte Form kindlicher Fortbewegung wiederentdeckt und sie konzeptuell für ihr Performance-Filmprojekt „Jumping City“ eingesetzt.

Beim „Hopsen“ (Jumping) wird die Endorphin-Produktion (sog. Glückshormon) angeregt, was sich positiv auf die Erkenntisfähigkeit auswirkt. Im Sprung verlässt der Körper den Boden und überwindet die Schwerkraft – der Traum vom Fliegen wird für Bruchteile von Sekunden realisiert. Dieser Zustand wird als gesteigertes Glücksempfinden wahrgenommen und erweitert die Kognitions- und Perzeptionsfähigkeit durch eine vermehrte Öffnung der Synapsen. So kann das durch Bücher erworbene Wissen eine kognitive Verbindung mit der sinnlich erlebten Gegenwart und der im Material verkapselten Geschichte des Ortes eingehen, an dem das ‚Jumping‘ erlebt wird. Der springende/hopsende Mensch erlebt die ‚Joy of cognition‘. (Keine esoterische Kunstaktion, sondern ein künstlerisch-wissenschaftlicher Feldversuch!)

Das Filmprojekt ‚Jumping City‘: In 12 europäischen Städten entstehen Bausteine von ca. 5- 6 Minuten Länge. Bisherige Stationen: Stockholm, Oslo, Kopenhagen, Amsterdam, Venedig, Athen und Kassel.

OP

Karin Glanz

7 min, 2013
Das Video entstand 2013 in Berlin-Mitte.

Vive la Solidarité – La Z.A.D. est partout!
Julia Lazarus

5:56 min, 2016
In ihrer künstlerischen, filmischen und kuratorischen Arbeit setzt sich Julia Lazarus mit politischen Architekturen, sozialen Landschaften und den subjektiven Lebenswirklichkeiten auseinander, die durch diese hergestellt werden. In Kooperation mit der türkischen Umweltaktivist*innengruppe Kuzey Ormanları Savunması arbeitet sie derzeit an einem Film, der die Auswirkung der Großbauprojekte auf die nördlich von Istanbul gelegenen Wälder beschreibt. Die kürzlich eröffnete dritte Bosporus-Brücke, der neue Autobahnring und das geplante Luftfahrt-Drehkreuz am Schwarzen Meer sind Teil eines Masterplans der türkischen Regierung für den Großraum Istanbul. Seit 2014 kämpfen die Aktivist*innen von K.O.S gemeinsam mit den Bewohner*innen der betroffenen ländlichen Gebiete gegen die kapitalgetriebene repressive politische Entwicklung, die den gemeinschaftlichen Lebensraum zerstört. Den zunehmenden Schwierigkeiten begegnen sie mit Mut und Humor. Vive la Solidarité – La Z.A.D. est partout! zeigt Aufnahmen einer solidarischen performativen Aktion der Gruppe für die französischen Aktivist*innen der Zone A Défendre, die Widerstand gegen ein ähnlich gigantisches Flughafenprojekt bei Nantes, Frankreich formulieren.

Headonism ˈhiːd(ə)nɪz(ə)m,ˈhɛːd(ə)nɪz(ə)m/ noun

India Roper-Evans

2:37min, 2018

PHILOSOPHY

the mind blowing school of thought, that exhilaration, intoxication, stimulation and invigoration are the most important pursuits of humankind, and the only thing that is good for an individual. 

tanz die parallaxe

Olivia W. Seiling

3:25 min, 2015

Ein schleifenförmiger Film über die Humantopologie von Selbstausbeutung, Kulturproduktion, Wirtschaft und Arbeitskraft in einer rastlosen, euphemistischen Gesellschaft. Eine Peep Show über neurotisch expressive Ipsationsmuster in Räumen die Labor, Studio, Geschäft und Zuhause sein können/müssen, sind oder waren.

Seilings Arbeiten bewegen sich auf einer Möbiusschleife zwischen schizoidem Selbstzweck, der Repräsentation von Intuition und Appropriation und dem vermeintlich freien Spiel mit den Dingen zur Spiegelung disparater Welten und Ideen. Gezeichnete Linien, die dem inneren Auge folgten und performanceartige Darbietungen vor einer einsamen Kamera, belegen die verschlungenen Wanderungen zwischen der Perzeption als Subjekt und der Eigenfunktionalisierung zum Objekt.

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Seraphina Lenz





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Filmpark, 2008, 34 min

Filmpark wurde im Sommer 2008 mit Anwohnern und Besuchern des Carl-Weder-Parks in Berlin-Neukölln gedreht. Verschiedene Kameras lagen bereit um eigene Sequenzen aufzunehmen. Man konnte zum Casting kommen und im Film eine Rolle spielen. Es gab ein Separee für konzentrierte Meinungsäußerungen vor der Kamera und Drehbuchbesprechungen.

Der Film ist mehr als eine Ortsbeschreibung. Er handelt von verborgenen Potenzialen des Parks, von der Möglichkeit ihn zu verwandeln, ihm neue Bedeutung zu geben.

Filmpark ist ein Projekt der Werkstatt für Veränderung.

Regie: Seraphina Lenz

Kamera und Schnitt: Daniel Kunle

Künstlerische Mitarbeit: Michael Bause

Musik: Jan Tilmann Schade

Finanziert durch das Bezirksamt Neukölln FB, Stadtplanung

 

Die Werkstatt weckt den weißen Riesen, 2011, 5:35 min

Zwischen 2011 und 2014 entwickelte Seraphina Lenz im Auftrag des Bezirksamts Neukölln ein Konzept für die Nutzung des umgebauten Bunkergeländes an der Rungiusstraße. Im Flächennutzungsplan ist er als Standort für Kinder und Jugendliche ausgewiesen. Der Name „weißer Riese“ ist die Erfindung einer Teilnehmerin und geht auf die weiße Zeltarchitektur zurück, die die Fläche beschirmt. Der Film zeigt, wie die Nachbarskinder im ersten Jahr den Ort entdecken und verwandeln.

Regie: Seraphina Lenz

Kamera und Schnitt: Anett Vietzke

Künstlerische Mitarbeit: Michael Bause

Musik: Willy Daum

Finanziert durch das Bezirksamt Neukölln, FB Stadtplanung

 

Glamourriese, 2014, 3:48 Minuten

Das Video ist die letzte von vier Produktionen, die zwischen 2011 und 2014 auf dem neu gestalteten Bunkergelände an der Neuköllner Rungiusstraße stattfanden. Der Ort erwies sich als ausgeprägter Hybrid zum Beispiel zwischen drinnen und draußen, Werkstatt und Theater, Varieté und Spielplatz. Diese Unbestimmtheit zeigte sich als perfekte Voraussetzung für immer neue Experimente und offene Prozesse, die in konkrete Vorhaben umschlagen: 2014 war das eine Varietéshow und die Produktion eines Musikklips.

Regie: Seraphina Lenz

Kamera und Schnitt: Daniel Kunle

Künstlerische Mitarbeit: Michael Bause

Musik: Westbam

Finanziert durch das Bezirksamt Neukölln, FB Stadtplanung

 

Anspiel – der Trailer, 2017, 4:16 min

Auf Einladung zum kuratierten Kunstverfahren der IGA recherchierte Seraphina Lenz von 2013 bis 2016 in Marzahn Hellersdorf zu der Frage wie das stadträumliche Großereignis sich für die Anwohner_innen darstellt. 2016 gründete sie das Anspiel-Ensemble mit 16 ortsansässigen Protagonisten. Ein knappes Jahr wurde wöchentlich geprobt und diskutiert. Mit der Schauspielerin und Regisseurin Anja Scheffer und dem Ensemble realisierte die Künstlerin eine Performance, die das städtische Umfeld mit historischen und aktuellen Aspekten in der Gartenausstellung aufführte. Das Ensemble bewegte sich über das Gelände, nahm Raum ein, stand im Weg, bildete Soundduschen und dialogische Chöre. Ein DDR-Museum auf Rollen begleitete das Stück.

Anspiel – der Trailer verweist auf die Performance, die in der Vergangenheit liegt und so nie wieder zu sehen ist.

Idee und Realisierung: Seraphina Lenz

Schauspielarbeit und Dramaturgie: Anja Scheffer

Kamera und Schnitt: Daniel Kunle

Musik: Ekki Maas

Finanziert durch die IGA Berlin 2017

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India Roper-Evans





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India Roper-Evans

„Dancing to the Sounds of Lichtenberg” ist ein Projekt, das in diesem Jahr während eines Aufenthaltes in den Lichtenberg Studios mit jeweils zur Hälfte professionellen und untrainierten Tänzern konzipiert wurde, die zu den sie umgebenden Klängen verschiedener Standorte im Berliner Bezirk Lichtenberg tanzen. Die ausgebildeten und nicht ausgebildeten Tänzer und Sich-Bewegenden reagieren auf alltägliche Klänge und interpretieren diese auf unterschiedliche Weise – in industriellen, städtischen Landschaften, an historischen Sehenswürdigkeiten, vor verlassenen Gebäuden, an touristischen Stätten und auf leeren Parkplätzen. Lärm wird zum Rhythmus, Verkehrsgeräusche werden zum Beat, Vogelgesang wird eine Melodie, Wind wird eine Bewegung. Eine rein körperliche Reaktion auf Lichtenberg.

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Folke Köbberling / Martin Kaltwassser und David Moises





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Die performative Skulptur von Folke Köbberling / Martin Kaltwassser und David Moises ist ein Aufeinanderprallen eines lustvollen Spiels mit der Technik auf eine emphemere Struktur. Ein temporäres Parkhaus aus Gipskartonplatten wird zwischen Schaustelle und der Pinakothek der Moderne errichtet. In dem »Kulissenparkhaus« befinden sich Autos, die mit einer Fernsteuerung ausgestattet sind und über einen gewissen Zeitraum täglich fahren. Die Pfosten des Parkhauses werden bei der Fahrt von den Autos berührt, gestoßen und schließlich zerstört, sodass die Architektur allmählich in sich zusammenstürzt, Platten schieben sich unvorhersehbar ineinander und ein skulpturaler Prozess beginnt täglich neu.
Die Autos zerstören damit ein Bauwerk, das – rein typologisch – nur zur Unterbringung von Autos geschaffen wurde. Die nach wie vor praktizierte individuelle Mobilität und der vorherrschende Kultstatus des Autos werden in Frage gestellt. Köbberling / Kaltwasser und David Moises drehen die Verhältnisse um: Sobald die Automobile ihr individuelles Eigenleben entwickeln, beginnen sie, sich selbst und ihr Umfeld zu zerstören.

 

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Matthias Beckmann

April - Juni





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„Atlas der Anatomie“

Das Thema des Skeletts und der Puppe als Stellvertreter für den menschlichen Körper beschäftigt den Zeichner Matthias Beckmann schon seit langer Zeit. Die Bleistiftzeichnungen für diesen Film, der mit Vanitasmotiven spielt, entstanden ohne Korrekturen oder fotografische Hilfsmittel vor dem Motiv.

Die Modelle bewegen sich, drehen sich und werden dabei zuweilen durch mehrere Spiegel vervielfacht. Es sind: das lebensgroße Skelett „Stan“, mal als Ganzes und mal in seine Teile zerlegt, ein kleineres Skelettmodell, eine Puppe, ein Puppenkopf, Ärmchen, Beinchen, Plastiktiere, Messer, Gabeln, eine Gesamtausgabe Edgar Allen Poe sowie Bildzitate nach Dürers „Ritter, Tod und Teufel“, Bellinis Dogenbildnis, Franz Xaver Messerschmidts grotesken Grimassenköpfen und Holzschnitten aus dem legendären Anatomiebuch von Andreas Vesalius aus dem Jahre 1543.

Matthias Beckmann flüsternde Stimme, mit der er die Namen der Muskeln, Sehnen und Knochen aus einem Atlas der Anatomie vorträgt, bildet die Grundlage für eine Klangcollage, in der sich mehrere Tonspuren überlagern. Die Begriffslitanei wird zu konkreter Poesie.

 

Animationsfilm 2013

4:02 Minuten

Idee, Zeichnungen, Sprecher: Matthias Beckmann

Ton: Dirk Schaefer

Filmtechnik: Matthias Daenschel

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Doris Schmid / Jürgen Palmtag

Februar bis April 2017





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Es gibt kein Geheimnis
Wo beginnt Narration und wo endet sie? Ein umgearbeiteter Horrorfilm, mit Überlagerungen und Cut-
Outs – ausgeschnittene Bilder, auf die projiziert wurde, eine gleichzeitige Aneignung und
Verfremdung von Bildmaterial.
Wie übermalte Bilder, mit Resten vom vorhergehenden Bild und Resten der Zeit, der linearen Zeit
widersprechend. Innerhalb derselben Einstellung sind mehrere Zeitabläufe kombiniert.
Im Zentrum steht das Verfolgt-Werden: Eine Frau und ihre Doppelgängerin, die Performerin.
Sie imitiert und wiederholt die Handlungen der Protagonistin, es beginnt ein Wechselspiel zwischen
Filmbild und Performance. Schauplätze sind nächtliche Szenerien: einsame Strassen und
Landschaften, ein Hotelzimmer und eine Kirche samt Orgel.

Video, DE 2015 / 20 min / PAL 4:3 / Stereo
Doris Schmid / Jürgen Palmtag
Bild: Doris Schmid / Musik: Jürgen Palmtag
2. Kamera: Markus Otto / Performance: Fabienne Gallina-Baron

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Foert / Norkeit

November bis Januar 2017





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Frederik Foert
ACQUA ALTA
1:19 min, Venedig, 2015
Acqua alta (italienisch ‚hohes Wasser‘) ist das winterliche und alljährlich wiederkehrende Hochwasser in Venedig. Es entsteht, wenn bei besonders starker Flut und niedrigem Luftdruck der Scirocco das Wasser landeinwärts in die Lagune von Venedig drückt und dauert, da von den Gezeiten abhängig, nur jeweils wenige Stunden. Bei normaler Flut steigt der Wasserspiegel bis zu 90 cm über den Normalstand; wenn er höher steigt, ist „Acqua alta“.
Durch einfache Umkehrung der Horizontlinie wird das Geschehen auf der Wasseroberfläche auf den Himmel verlagert. Das bunte Treiben auf dem Canal Grande so zu sagen in göttliche Sphären gehoben. Von “Fluglotsen” gesteuert wogen kopfüber allerlei Schiffskörper über die wogenden Wolken, aus banaler Erdanziehung wird ein barockes Himmelsgetümmel alla Tiepolo. Heaven is a Place on Earth!
Lätitia Norkeit
Quasi Grün
11:18 min, Berlin 2012
„Quasi Grün” ist ein Videoarbeit aus eingesprochenem Text und Fotos zu Gestaltungskonzepten städtischer Grünflächen und Parks.
„Eingebettet in »städtischer Restnatur« wirken jene rustikalen oder minimalistischen Ausstattungselemente oft grotesk, vielmehr noch wenn sie in ihrer Funktion missbraucht sind, oder ihr Planungskonzept verfehlen, wie Bänke als Vandalismus-opfer, Wege ergänzt durch Trampelpfade, und zufällige Steine, an zufällig geschlängelten Wegen. Der Park wird zur Kulisse, angereichert mit abgenutzten Mobiliar aus dem Planungsfundus.“
Die Texte zeichnen die angetroffenen Parkbesucher nach.

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Timm Ulichs

bis November





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Verschiedene Videos