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Im Zentrum der eigenen Peripherie





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Bild: Emma W. Howes, Im Zentrum der eigenen Peripherie, 2019 (Foto: Uwe Jonas)

Im Zentrum der eigenen Peripherie

Sechs Performances 2020

Seit 2018 haben die Künstlerin Anja Ibsch und die Kuratorin Teena Lange eine für die kommunale Galerie studio im HOCHHAUS entwickelte Reihe von 12 Performances kuratiert und realisiert, diese wird 2020 mit sechs weiteren außergewöhnlichen Künstler*innen weitergeführt.

Sich im Zentrum der eigenen Peripherie zu bewegen legt den Schwerpunkt auf die Distanz zum eigenen Selbst. So muss nicht jeder Akt, nicht jede (performative) Tat das eigene Selbst ins Zentrum stellen. Die eingeladenen Künstler*innen werden angeregt, sich in Performances als Kunst mit dieser Perspektive auseinanderzusetzen und dabei die besondere Lage, Aktualität und Geschichte des studio im HOCHHAUS mit einzubeziehen.

Ein Diskurs über (nicht) geschehene, (nicht) gesehene Handlungen entfaltet sich.

Was ist zentral, was ist un_angemessen und wo beginnt eigentlich die Peripherie?

Wie bereits 2018 und 2019 wird die anschließende gemeinsame Reflexion, der Artist Talk, eine wesentliche Komponente der Veranstaltungsreihe sein. Die Galerieräume könnten und werden dabei immer peripher verlassen werden.

Mit anschließender moderierter Gesprächsrunde, immer dienstags, 19 Uhr

Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und dem Ausstellungsfonds Kommunale Galerien

 

#1 Dienstag, 17. März 2020 Anaïs Héraud-Louisadat

Winterschlaf der Störche

Anaïs Héraud-Louisadat entwickelt ihre künstlerische Arbeit zwischen Performance und Bildender Kunst. Die Performance „Winterschlaf der Störche“ ist Teil ihres Rechercheprojekts „Stork migrations“.. Im Jahr 1822 wurde in Mecklenburg ein Storch gefangen, dem ein Pfeil im Hals steckte. Dieser Pfeil stammte vom afrikanischen Kontinent und galt nunmehr als Beweis für die Theorie der Vogelwanderung. Zuvor ging man in Europa davon aus, dass Störche keine Zugvögel seien, sondern unter der Erde oder unter Wasser ihren Winterschlaf halten würden.

Die Künstlerin kombiniert Erzählung und Film zu einer ästhetischen Erfahrung im Entstehungsprozess eines werdenden Bildes.

 

Künstler*innen erstes Halbjahr:

17. März 2020 – Anaïs Héraud-Louisadat

19. Mai 2020 – Alastair MacLennan

23. Juni 2020 – Balz Isler

Künstler*innen zweites Halbjahr:

Tiara Roxanne, Jana Prepeluh, Margaret Dragu

 

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Bild: Jan-Peter E.R. Sonntag

Berit Myrebøe

Jan-Peter E.R. Sonntag

Ausstellung vom 1. Juli bis 26. August 2020

Aufgrund der Covid 19 Pandemie können nur maximal fünf Personen mit Mundschutz (bitte mitbringen) gleichzeitig die Ausstellung besuchen. Auch die Vernissage muss leider ausfallen. Dafür laden wir Sie am Sonntag, den 5. Juli zwischen 14 und 18 Uhr ein die Ausstellung zu besuchen. Berit Myrebøe und Jan-Peter E.R. Sonntag werden anwesend sein.

Berit Myrebøe

„Die in Berlin lebende Künstlerin malt Seestücke, die u.a. von Aufenthalten in ihrer Heimat Norwegen inspiriert sind. Das monochrome, spröde Material des Aluminiums durchläuft eine Metamorphose und wandelt sich in der Oberfläche durch die Kraft ihrer zeichnerischen Spuren, durch Licht und Reflexion, zu einer organisch bewegten, naturidentischen Projektion.
Die rauchig-kühle, fast monochrome Farbigkeit der Werke geht eine Symbiose mit dem silbrigen Bilduntergrund ein und trägt zur einzigartigen, seltsam distanzierten und gleichzeitig intimen Atmosphäre der Darstellungen bei. Sie variiert zwischen verschiedenen schattig-nebligen Grau- und Schwarzstufen, bis hin zu einer Palette von starken Blau- und Grüntönen, die an die kilometerlange Tiefe des Meeres, der Fjorde sowie das einzigartige Licht des Polarhimmels zu erinnern scheinen.” (Spuren, Musikzeitung für Gegenwart, Ausgabe Mai 2014, Klangspuren Schwaz, Tirol)

 Jan-Peter E.R. Sonntag

„In Travemünde an der Ostsee in der Niobestraße, in der ich aufwuchs, wohnte der Maler Linde. Ich sah ihn manchmal mit Malerutensilien an das nahe Steilufer gehen. Neben dem Haus, in dem die HNO-Praxis meines Vaters war, gab es eine Kunstgalerie, die fast nur Bilder der See – Seestücke ohne Menschen und Boote im Schaufenster hatte. Oft frage ich mich, wie es wohl wäre, würde ich mich, anstatt den offenen Enden der Moderne nach zu spüren, einfach ganz dem Genre der Seestücke verschreiben?“ (Jan-Peter E.R. Sonntag)

Raum 1

 

Raum 2

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Sonntag, 14. Oktober 2018 | Beginn 16:00 Uhr

poetry\\\sound #5

Zeitgenössische Lyrik und Elektronische Musik

im Wohnzimmerformat

Lesung:

Tobias Roth – aus „Grabungsplan“ (Gedichte, 2018)

Lesen & Hören: https://www.lyrikline.org/de/gedichte/verschieden-purpur-11179

Konzert:

Stefan Roigk – „Sprachmusik“

http://www.stefan-roigk.com/

Stefan Roigks Stück „Sprachmusik“, das er heute in einer Live-Version vorstellt, folgt dem Konzept, über das Hören zu lesen: verbale Umschreibungen abstrakter Sounds und Geräuschatmosphären werden vorgetragen, parallel eingesprochene Stimmimprovisationen per Software live strukturiert. Vortrag und Improvisation verbinden sich zu einer hörspielartigen Klangcollage.

Roigk (*1974) lebt als Bildender Künstler in Berlin und arbeitet interdisziplinär zwischen abstrakter Klangcollage, Skulptur, Installation, Performance und grafischer Partitur. Sein künstlerischer Fokus ist die dynamische und intermediale Inszenierung von Alltagsfragmenten sowie eine außergewöhnlich entwickelte visuelle Formensprache als transformatorisches Prinzip von Klang- und Geräuschwelten.

Seine Arbeiten wurden in zahleichen Einzel- wie auch Gruppenausstellungen in Deutschland, europaweit und in Amerika gezeigt. Platten von ihm erschienen auf den Labels Tochnit Aleph, Fragment Factory, Senufo Editions, Recordings for the Summer, Twisted Knister und Public Eyesore.

Tobias Roth wurde 1985 in München geboren, nach Studien in Freiburg und Berlin lebt er wieder in seiner Heimatstadt. Er debütierte 2013 mit dem Gedichtband Aus Waben (Verlagshaus Berlin) und legte seither zahlreiche eigene Titel, Herausgaben sowie Übersetzungen aus dem Italienischen, Lateinischen und Französischen vor. 2017 erschienen u.a. die von Roth herausgegebene Anthologie Lob der mechanischen Ente (SuKuLTuR Berlin), der gemeinsam mit Asmus Trautsch und Melanie Möller gestaltete Kommentar zu Ovids Liebeskunst (Galiani Berlin), sowie die Neuübersetzung von Voltaires Der Fanatismus oder Mohammed im Verlag Das Kulturelle Gedächtnis, zu dessen Gründungsgesellschaftern Roth zählt. 2018 erschienen u.a. Roths zweiter Gedichtband Grabungsplan (Verlagshaus Berlin), das Langgedicht Grotesken von Sabbioneta (hirundo press Hamburg), sowie die gemeinsam mit Moritz Rauchhaus herausgegebene Sammlung Wohl bekam’s. In 100 Menus durch die Weltgeschichte (Das Kulturelle Gedächtnis Berlin).

„poetry\\\sound“ ist eine Veranstaltungsreihe des studio im HOCHHAUS

– Programmgestaltung: Lyrik im ausland / Tobias Herold

Sonntag, 12. August 2018 | Beginn 16:00 Uhr

poetry\\\sound #4

Zeitgenössische Lyrik und Elektronische Musik

im Wohnzimmerformat

Lesung:

Orsolya Kalász

https://www.lyrikline.org/de/gedichte/wer-haette-das-gedacht-280

Konzert:

HATAM

Orsolya Kalász, *1964 in Dunaújváros, ist eine ungarische Lyrikerin und Literaturübersetzerin und lebt in Berlin. Ihre Lyrik verfasst sie mal in ungarischer, mal in deutscher Sprache und übersetzt sie anschließend selbst. Ihr erster zweisprachiger Gedichtband „Babymonster und die Gärtner“ erschien 1997 in der Lyrikreihe Poetische Boegen. Es folgte der Gedichtband „alles was wird, will seinen strauch: Ami volt, még bokor akar lenni“, ersch. 2007 im Gutleut-Verlag. Ihr letzter Gedichtband „Das Eine.“ ist 2016 bei Brueterich Press erschienen. Sie übersetzt neue Lyrik aus Ungarn, seit 2000 häufig in Zusammenarbeit mit Monika Rinck, so z.B.István Kemény: „Guter Traum mit Tieren“, erschienen 2016.

HATAM aka Farahnaz Hatam lebt als Muskerin, Klangkünstlerin und Komponistin in Berlin, wo sie vielfältig im Bereich experimenteller Musik tätig ist. Sie arbeitet hauptsächlich mit der Software SuperCollider und Modular-Synthesizern und tritt solo sowie mit den Projekten „LABOUR“, „Hacklander\Hatam“ oder als DJ auf. Darüber hinaus macht sie Musik für Theater, ist Mitbegründerin des Produktions- und Veranstaltungsortes N.K. (in Berlin-Neukölln) und wirkt regelmäßig an musikalischen und interdisziplinären Produktionen und Formaten in Berlin und andernorts als Künstlerin und Kuratorin mit.

***

Immer sonntagnachmittags bringt die Reihe poetry\\\sound Dichter und Musiker für eine Doppelmatinee zusammen.

In den Durchgangsräumen des studio im HOCHHAUS in Lichtenberg, wo Künstler und Publikum fast wie zu Hause beieinandersitzen können, begeben wir uns zunächst auf verschlungene literarische Pfade und hören die eingeladenen Autoren aus ihren Gedichten lesen: Fünf ganz unterschiedliche Schreibweisen der Gegenwartslyrik.

Nach einer kurzen Pause folgt jeweils ein schlicht arrangiertes elektronisches solo-Konzert, in Zimmerlautstärke und mit kompaktem Aufbau. Wir lauschen entlegenen musikalischen Passionen aus der Berliner Szene: Electronica, Klangkunst und echtzeitmusik. Der anschließende gemeinsame Austausch über die gehörten Texte und Sounds ergibt sich im intimen Rahmen der Matinee ganz von selbst.

Sonntag, 10. Juni 2018 | Beginn 16:00 Uhr

poetry\\\sound #3
Zeitgenössische Lyrik und Elektronische Musik
im Wohnzimmerformat

Lesung
Daniela Seel
neue Gedichte und aus „was weißt du schon von prärie“
https://issuu.com/kobo_berlin/docs/leseprobe_daniela_seel_was_weisst_d

Konzert
Andrea Ermke solo-Konzert
Hörprobe – Andrea Ermke mit ihrer Band
„Tree“
https://soundcloud.com/musica-moderna/tree-s-t-mm008-excerpt
Daniela Seel, geboren 1974 in Frankfurt/M., lebt als Dichterin und Verlegerin von kookbooks in Berlin und Frankfurt/M. Daneben arbeitet sie u.a. als freie Lektorin und übersetzt, zuletzt Lisa Robertson und Rozalie Hirs, und ist aktiv beim gemeinnützigen KOOK e.V. und im Netzwerk freie Literaturszene Berlin. Zahlreiche internationale Auftritte und Kollaborationen, u.a. mit dem Illustrator Andreas Töpfer, dem Tänzer David Bloom und den Musiker*innen Roland Dahinden und Hildegard Keeb. Daniela Seel veröffentlichte die Gedichtbände „ich kann diese stelle nicht wiederfinden“ (kookbooks 2011) und „was weißt du schon von prärie“ (kookbooks 2015), sowie gemeinsam mit Frank Kaspar das Radiofeature „was weißt du schon von prärie“ (SWR/DLF 2015). Für ihre Arbeiten erhielt sie u.a. den Friedrich-Hölderlin-Förderpreis, den Kunstpreis Literatur von Lotto Brandenburg und den Mondseer Lyrikpreis.

Andrea Ermke, *1971 in der Schweiz, ist als Musikerin im Kontext der Berliner Echtzeitmusikszene aktiv.
Als Autodidaktin arbeitet sie seit 1997 mit einem kompakten Setup: Drei MiniDisc-Playern und einem Mixer. Auf den MiniDiscs archiviert Ermke – oft abstrakt anmutende, schwer identifizierbare – Sounds, die sie mit marginalen Alltagsobjekten erzeugt hat oder, seltener, die bestimmte Umgebungen oder Situationen klanglich festhalten („field recordings“). Aus diesen Quellen schafft sie in ihren Live-Auftritten improvisierte, hochmusikalische Sets, die sich zwischen nuancenreicher Präzision und intensiv-rohen Texturen entfalten und dabei voll überraschender Wendungen sind.
Ermke spielt auch in langjährig bestehenden festen Gruppen wie „Sink“ (m. Arthur Rother, Chris Abrahams, Marcello Busato),“Tree“ (mit Burkhard Beins u. Chris Abrahams), ihrem Duo mit der Pianistin Anaïs Tuerlinckx oder „Cox Orange“ (m. Ignaz Schick, Burkhard Beins und Jim Denley).

Sonntag, 15. April 2018 | Beginn: 16:00 Uhr

poetry\\\sound #2
Zeitgenössische Lyrik und Elektronische Musik im Wohnzimmerformat

Programmgestaltung: Lyrik im ausland / Tobias Herold

Lesung

Sonja vom Brocke – Gedichte

Konzert

Christof Kurzmann (Wien) – Elektronik solo

Immer sonntagnachmittags bringt die Reihe poetry\\\sound Dichter und Musiker für eine Doppelmatinee zusammen.

In den Durchgangsräumen des studio im HOCHHAUS, wo Künstler und Publikum fast wie zu Hause beieinandersitzen können, begeben wir uns zunächst auf verschlungene literarische Pfade und hören die eingeladenen Autoren aus ihren Gedichten lesen: Fünf ganz unterschiedliche Schreibweisen der Gegenwartslyrik.

Nach einer kurzen Pause folgt jeweils ein schlicht arrangiertes elektronisches solo-Konzert, in Zimmerlautstärke und mit kompaktem Aufbau. Wir lauschen entlegenen musikalischen Passionen aus der Berliner Szene: Electronica, Klangkunst und echtzeitmusik. Der anschließende gemeinsame Austausch über die gehörten Texte und Sounds ergibt sich im intimen Rahmen der Matinee ganz von selbst.

Sonntag, 11. Februar | Beginn 16:00 Uhr

poetry\\\sound #1
Zeitgenössische Lyrik und Elektronische Musik im Wohnzimmerformat

Programmgestaltung: Lyrik im ausland / Tobias Herold

Lesung: Ulf Stolterfoht – Musikgedichte
Konzert: Hanno Leichtmann – Class of 2016 (a plunderphonic deathtrip)

Wir laden Sie und Euch herzlich ein zur Premiere der neuen kleinen Reihe „poetry\\\sound“, veranstaltet vom und im studio im HOCHHAUS in Neu-Hohenschönhausen, für die Lyrik im ausland das Programm gestaltet.
Immer sonntagnachmittas um 16:00 Uhr gibt es dort zuerst eine Lyriklesung und nach einer kleinen Pause ein elektronisches solo-Konzert – abseits der innerstädtischen Kulturkieze, dafür mit genug Zeit und Raum für Gespräche, einen Spaziergang…
Den Anfang machen am 11. Februar Ulf Stolterfoht, der als Auswahl aus seinem Schaffen Gedichte mit Musikbezug lesen wird, und Hanno Leichtmann mit seiner Komposition „Class of 2016 (a plunderphonic deathtrip)“.
Ulf Stolterfoht und Hanno Leichtmann verbindet ihr Interesse an Verfahren der Collage.
Stolterfoht kann als ein Vertreter der neueren experimentellen Lyrik gelten. Der Experimentcharakter seines Schreibens liegt dabei fernab der Innerlichkeit eines formalistisch-selbstreferenziellen Spiels, sondern betrifft den Entstehungsprozess seiner thematisch ganz unterschiedlich ausgerichteten Bücher. Von wilden, weitschweifenden und abseitigen Lektüren und Recherchen her rückt die dichterische Gestaltung – stets mit einem Augenzwinkern – den Welt- und Materialzusammenhang, dem sie sich widmet, empathisch in den Vordergrund. Nicht zuletzt, und vielleicht: ganz besonders ein Musik-Enthusiast, liest Stolterfoht heute als Querschnitt aus seinem Werk verstreut erschienene Gedichte, die von Musik und Musikern handeln.
In seiner Komposition „CLASS OF 2016 (a plunderphonic deathtrip)“ versammelt Hanno Leichtmann die Geister von Musikern aus aller Welt, die im vorletzten Jahr ihr Schaffen einstweilen unterbrechen mussten. Nachdem er zunächst Anfang der 90er-Jahre als (Freejazz-)Schlagzeuger in Erscheinung getreten war, wurde sehr bald die elektronisch produzierte Musik zu Leichtmanns künstlerischem Fokus. Als „Static“ veröffentlichte er bezaubernd-schräge Popmusik, später auch House als „The Vulva String Quartett“ und aktuell elektroiden Techno als „Gesetz der Oktaven“. Unter eigenem Namen erschienen Arbeiten auf Grundlage von (Klang-)Archiven in Form von Mehrkanal-Klanginstallationen sowie Arbeiten für Radio, Film und Werbung. Seine jüngsten Platten „Minimal Studies“ und „Unfinished Portrait of Youth Today“ begeistern durch ihre leichtfüßige Melancholie und kühl-betörenden Sound als zwei Juwelen zeitgenössischer Sample/Collage-Ästhetik.

Weiter Veranstaltungen:

15. April: Lesung: Sonja vom Brock; Konzert: Christof Kurzmann

10. Juni: Lesung: Daniela Seel; Konzert: Andrea Ermke

12. August: Lesung: Orsolya Kalász; Konzert: HATAM

14. Oktober: Lesung: Tobias Roth; Konzert: Stefan Roigk

– 16:00 Uhr –

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grundriss

Raum 1 (alle Bilder: Thomas Bruns)

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Was ist möglich?





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Was ist möglich?

Der Architekturbereich wird sich dieses Jahr mit den Möglichkeiten beschäftigen, die uns noch bleiben oder wenigstens theoretisch zur Verfügung stehen. Seit Jahren nun steigen die Mieten und Kaufpreise für Wohnungen (und Gewerbe) in immer schwindelerregende Höhen und das Angebot an (noch) bezahlbaren Unterkünften wird immer knapper und zum Teil unerreichbarer. Auch für diejenigen die eine Wohnung haben, wird es immer schwieriger die steigenden Mieten zu bezahlen und mit der Angst umzugehen die Wohnung zu verlieren, aus welchen Gründen auch immer. Demzufolge nimmt das Thema Wohnen einen immer breiteren Raum im täglichen Leben ein, ohne das Lösungen in Sicht wären. Wir wollen nun nach Möglichkeiten suchen, die bereits irgendwo auf der Welt realisiert wurden und uns Beispielhaft einen Weg weisen könnten, oder vielleicht auch nur utopische bis theoretische Überlegungen die Lösungen aufzeigen.

Hier kehren wir wieder zurück und zeigen die Idee von Elemental, die 2010 mit Villa Verde in Chile eine Siedlung bauten die von den Bewohner*innen zuende gebaut werden konnte, wodurch eine doppelt so große Wohnfläche realisiert werden konnte. Die Villa Verde von Elemental, eine Reihenhaussiedlung in Chile, zeigt, wie es möglich ist, durch den Einsatz von Selbsthilfe, ein größeres Raumangebot zu schaffen. Für die Architekten stellte sich die Frage, wie sie den angenommenen Bedarf von ca. 80 qm für eine Familie mit den vorhandenen Geldern decken kann, die nur für 40 qm ausreichen. Die einfache wie geniale Idee war es, die Hälfte fertig zu bauen, für die andere aber die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen (Boden, Dach, Balken für das Geschoss). Die Erdbebenopfer, für die diese Reihenhaussiedlung gebaut wurde, konnte so die andere Hälfte selbst fertig stellen, je nachdem wie viele Mittel sie zur Verfügung hatten dauerte dies unterschiedlich lange.

Im Mittelpunkt stehen aber zuerst einmal “Hütten”, aus aktuellem Anlass schauen wir auf die großartige Ausstellung “Das wachsende Haus” des Stadtbaurats Martin Wagner, die 1932 in Berlin stattfand. Hier wurden Entwürfe für kleine Häuser, sie sehen sehr nach Schrebergarten aus, vorgestellt, die sich den wandelnden Bedürfnissen der Bewohner*innen anpassen und meist in drei Schritten vergrößert werden konnten. Ein Ansatz der gerade stark in der Diskussion ist, aber auch das Potenzial der Entwürfe, die durch ihre Einfachheit eine große Möglichkeit an Selbsthilfe beinhalte, macht eine Wiedervorlage sinnvoll. Hinzu kommt die Möglichkeit eines der Häuser besichtigen zu können, da der studentische Nachbau des später von Mies van der Rohe aufgegriffenen Entwurfes von Ludwig Hilberseimer im Laufe dieses Jahres Station an eben diesem in Lichtenberg macht.

Auch werden wir uns mit Balkrishna Doshi beschäftigen, erst mit den Projekten die günstigen Wohnraum schufen, etwa Aranya, und Ende des Jahres dann mit der Ausstellung von Annette Kisling, Jens Franke und Leonard Wertgen sowie der intensiven Bespielung des Architekturraumes mit Projekten von Balkrishna Doshi.

360Fotos: Uwe Jonas; Fotos: Thomas Bruns

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Filmprogramm ALLES III





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Bild: Revenant, Michelle Alperin

“Revenant”

Michelle Alperin, 3:51 min, 2013

Revenant ist eine surrealistische Fantasie mit starken Bezügen zum absurden Theater und führt, ganz in diesem Sinne, die Erkundung einer filmischen Traumlogik fort. Laura und Max, ein verheiratetes Paar, verbringen einen entspannten Wochenendnachmittag daheim. Als Laura Geräusche an der Eingangstür hört, trifft sie dort auf Max und einen Besucher – einen großen, mysteriösen, in schwarzer Strickjacke gekleideten Hund. Laura scheint fassungslos, zum einen wegen des Hundes selbst, zum anderen wegen Maxens Behauptung, der Hund sei gekommen, um sie zu sehen. Laura ist umso erstaunter, als Max darauf beharrt, der Hund spreche definitiv die englische Sprache. Wir, das Publikum, sind ebenso verunsichert, ob dies der Wahrheit entspricht, denn wir hören den Hund sowohl bellen als auch sprechen.

Revenant stellt eine Reihe von Fragen: Manipuliert Max Laura, indem er diesen seltsamen Hund in ihr Haus bringt, um sie mit Psychospielen und unlösbaren Rätseln herauszufordern? Wenn ja, warum? Oder kann Laura den Hund, genau wie Max und das Publikum, verstehen, obwohl sie es verneint? Wenn dem so ist, warum verleugnet sie ihre Bekanntschaft zu dem Hund? Und wer ist die mysteriöse und wundersame Gestalt, die die Hausgemeinschaft an einem verschlafenen Nachmittag stört? Es geht um einen nahezu gleichwertigen emotionalen Konflikt dreier Charaktere und wir können keinen der Beweggründe wirklich nachvollziehen. Revenant arbeitet mit den Mitteln der Übertreibung, Fantasterei und dem Absurden, um die Dynamik innerhalb der Paarbeziehung zu enthüllen, während deren tiefer liegende Motive im Dunkeln bleiben.

 

„Minderheit in Mehrheit“

bankleer, 4:30 min, 2011

Das Lied des Musikvideos „Minderheit in Mehrheit“ handelt vom gemeinschaftlichen Aufbruch der Roma-Community aus Stadtviertel Predlice in Usti nad Laben, das vom Staat vollkommen seinem eigenen Verfall überlassen bleibt: Die heruntergekommenen Gebäudefassaden sind Ausdruck der Armut und Perspektivlosigkeit. Das Leben dort ist von der Ausgrenzung und einer damit einhergehenden Ghettoisierung der Roma-Bevölkerung geprägt. „Minderheit in Mehrheit“ setzt einer sich breitmachenden Kultur von Korruption und Apathie den gemeinschaftlichen Aufbruch aus diesen Lebensverhältnissen entgegen. Dieser Clip ist in Zusammenarbeit mit Ondřej Darvaš und Maruška Darvašová entstanden.

 

“parisparis!”

Patrick Borchers, 2:27 min, 2018

 

“focus”

Andreas Drewer, 4:22 min, 2018

Licht erscheint am Rand eines vierfach im Kreis angeordneten Videobildes. Das Licht dringt in das Bild zunächst diffus ein, dann formt der arbeitende Autofokus der Kamera langsam das Abbild des Mondes, der durch den Bildausschnitt wandert, bis es sich wieder auflöst. Eine abstrakte Zeichnung wird gegenständlich und wieder abstrakt.

Die Arbeit des Autofokus, das “Sehen” der Kamera, wird in dieser Videoarbeit zu einem metaphorischen Bild eines allmählichen Verstehensprozesses, im Zentrum ein schwarzes Quadrat als blinder Fleck.

 

“debovary in Lichtenberg”

Debovary, 1 min, 2019

 

“The fragility of holding and letting go”

Dana Engfer, 4:23 min, 2019

Dana Engfer will mit ihren Kunstwerken geheimnisvolle, fragmentarische Bildwelten erfinden. Engfer versteht sich als Sammlerin verschiedener Spuren von Zeit, Erinnerung und Schwebe. Die Videoarbeit “Die Zerbrechlichkeit des Haltens und Loslassens” beschäftigt sich mit dem behutsamen Umgang mit fremden und doch vertrauten Situationen und Handlungen. Engfer arbeitet mit der Spannung zwischen Nähe und Distanz. Der Ton verbindet sich auf fragmentarische Weise mit den Bildern und erzwingt die Spannung zwischen Halten und Loslassen.

„The way up“

Anna Jermolaewa, 4:14 min, 2008

Dem Betrachter der Videoskulptur “Der Weg nach oben” erscheint das Gewirr der Ratten im Glaskäfig eines Tiermarktes in Mexico City und ihr ständiges, vergebliches Streben nach oben als verstörender, metaphorischer Blick auf das Verhalten des Menschen und seiner oft animalisch anmutenden “struggle for life” oder “survival of the fittest”. Die lieblos aufgeklebte Notiz Exportacion wird zum metaphorischen Menetekel. In der durch die Masse der Tiere und die hektische Bewegung auf dem Video beklemmenden Konfrontation erkennt er eigene Verhaltensmuster. (Gaby Gappmayr)

 

„El Orgullo“

Verena Kyselka, 2:45 min, 2015

El Orgullo ist der Begriff des männlichen Egos in Mexiko, äußerlich zu erkennen an der Gestikulation, dem Gesichtsausdruck, der Kleidung und insbesondere den Schuhen. Beim verbotenen Hahnenkampf kommt der EL Orgullo mit besonderem Ausdruck zur Geltung. Die Kampfhähne haben neben ihrem eigenen Stolz, den männlichen Stolz ihrer Eigentümer im Kampf auszutragen. Ein hoffnungsloser, blutiger Kampf, bei dem meistens kein Tier überlebt.

 

“BUM EVERYTHING”

Maria-Leena Räihälä, 2:29 min, 2016

Experiment mit Zeichnungsserien und verschiedenen Sounds:

Hund Sadie (Aufnahmen Zionskirchplatz 2015) / Amsel (Aufnahmen Wollinerstraße 2012) / Singschwan / Dspeech robot

 

“Fish in the sea”

Soopum Sohn, 14:48 min, 2012

Ein koreanischer Mann und eine Französin mit einem lebenden Hummer verirren sich wiederholt in der U-Bahn-Station Times Square. Eine Studie über Zeit und Raum und Mitgefühl.

 

„@crypto_mom0815“

Johanna Thompson, 0:32 min, 2019

Cryptomom versucht Fürsorge mit der Verarbeitung aktueller Geschehnisse und allgemeiner Wahrheiten zu verbinden und dabei eine Form des Ausdrucks zu nutzen, die dem Medium Instagram gerecht wird.

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ALLES III





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ALLES III

Eröffnung am 28. Januar um 19 Uhr

bis 24.Juni

Mit:

Wolfgang Aichner – Sonja Alhäuser – Michelle Alperin – Nándor Angstenberger – Martin Assig – Clara Bahlsen – bankleer – Heike Baranowsky – Heike Kati Barath – Horst Bartnig – Jürgen Baumann – Michael Bause – Konstantin Bayer – Matias Bechtold – Kai-Annett Becker – Matthias Beckmann – Oliver van den Berg – Holger Biermann – Roland Boden – Manuel Bonik – Patrick Borchers – Kai Bornhöft – Benedikt Braun – Thomas Bruns – Marcel Buehler – Ingmar Bruhn – Matthew Burbidge – Astrid Busch – Dirk Busch – Salomé Chkheidze-Mohs – Herbert De Colle – Marula di Como – Chris Costan – Swen Daemen – Henrike Daum – Dellbrügge & de Moll – Anne Dettmer – Helmut Dick – Andreas Drewer – Jesper Dyrehauge – Irena Eden & Stijn Lernout – Manfred Eichhorn – Axel Eichhorst – Jürgen Eisenacher – Dana Engfer – Christel Fetzer – Frederik Foert – Franziska Frey – Sabine Friesicke – Stella Geppert – Catherine Gerberon – Ingo Gerken – Katrin Glanz – Thorsten Goldberg – Carola Goellner – Kerstin Gottschalk – Reinhold Gottwald – Michael Gumhold – Markus Guschelbauer – Massoud Graf–Hachempour – Kim Dotty Hachmann – Ulrich Hakel – Heike Hamann – Klaus Hartmann – Lisa Haselbek – Tanja Hehn – Tina Isabella Hild – Gerhard Himmer – Annika Hippler – Christian Hoischen – Birgit Hölmer – Ralf Homann – Irène Hug – Anja Ibsch – Andrea Imwiehe – Henrik Jacob – Gunilla Jähnichen – Zora Janković – Anna Jermolaewa – Uwe Jonas – Jaeeun Jung – Yuki Jungesblut – Martin Kaltwasser – Mi Jean Kang – Franco Kappl – Judith Karcheter – Veronika Kellndorfer – Werner Kernebeck – Annette Kisling – Ulrike & Günther-Jürgen Klein – Andreas Knäbel – Andreas Koch – Eva–Maria Kollischan – Susanne Kohler – Karen Koltermann – Andreas Kotulla – Ulrike Kötz – Vanja Krajnc – Inge Krause – Annette Kuhl – Susanne Kutter – Verena Kyselka – Chantal Labinski – Pia Lanzinger – Michael Lapuks – Seraphina Lenz – Pia Linz – Antonia Low – Liz Magno – Fritz Margull – Enikö Márton – Matthias Mayer – Howard McCalebb – Manfred Michl – Penka Mincheva – Ulrike Mohr – Leo de Munk – Berit Myrebøe – Silvia Nettekoven – Gertrud Neuhaus – Sybille Neumeyer – Gabriele Obermaier – Lorcan O’Byrne – Juergen O. Olbrich – Bea Otto – Jürgen Palmtag – Jürgen Paas – Günther Pedrotti – Roman Pfeffer – Andrea Pichl – Torsten Prothmann – Marcel Prüfert – Katja Pudor – Maria–Leena Räihälä – Mirja Reuter –– Gerda Riechert – Kai Richter – Sebastian Rogler – Matthias Roth – Rasso Rottenfusser – Julia Sand – Maike Sander – Matthias Schamp – Gisela Schattenburg – Claudia Schoemig – Iris Schomaker – An Seebach – Olivia W. Seiling – Daniel Seiple – Spunk Seipel – Johanna Smiatek – Soyoung Shon – Soopum Sohn – Jan-Peter E.R. Sonntag – Elisabeth Sonneck – Petra Spielhagen – Ute Sroka – Anne Staszkiewicz – Christian Stock – Tommy Støckel – Stoll & Wachall – ststs – Sven Stuckenschmidt – Betty Stürmer – Max Sudhues – Caro Suerkemper – Gaby Taplick – Johanna Thompson – Thea Timm – Peter Torp – Tim Trantenroth – Lukas Troberg – Andrea Übelacker – Timm Ulrichs – Marcos Vidal – Anke Völk – Line Wasner – Christine Weber – Albert Weis – Ute Weiss Leder – Markus Willeke – HS Winkler – René Wirths – Gloria Zein – Barbara Zenner – Christof Zwiene

grundriss

Raum 1 (Video/360 Fotos: Uwe Jonas;Fotos: Thomas Bruns)

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Raum 2 (Video/360 Fotos: Uwe Jonas;Fotos: Thomas Bruns)

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Vorschau 2020





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Wolfgang Aichner – Sonja Alhäuser – Michelle Alperin – Nándor Angstenberger – Martin Assig – Clara Bahlsen – bankleer – Heike Baranowsky – Heike Kati Barath – Horst Bartnig – Jürgen Baumann – Michael Bause – Konstantin Bayer – Matias Bechtold – Kai-Annett Becker – Matthias Beckmann – Oliver van den Berg – Holger Biermann – Roland Boden – Manuel Bonik – Patrick Borchers – Kai Bornhöft – Benedikt Braun – Thomas Bruns – Marcel Buehler – Ingmar Bruhn – Matthew Burbidge – Astrid Busch – Dirk Busch – Salomé Chkheidze-Mohs – Herbert De Colle – Marula di Como – Chris Costan – Swen Daemen – Henrike Daum – Dellbrügge & de Moll – Anne Dettmer – Helmut Dick – Andreas Drewer – Jesper Dyrehauge – Irena Eden & Stijn Lernout – Manfred Eichhorn – Axel Eichhorst – Jürgen Eisenacher – Dana Engfer – Christel Fetzer – Frederik Foert – Franziska Frey – Sabine Friesicke – Stella Geppert – Catherine Gerberon – Ingo Gerken – Katrin Glanz – Thorsten Goldberg – Carola Goellner – Kerstin Gottschalk – Michael Gumhold – Markus Guschelbauer – Massoud Graf–Hachempour – Kim Dotty Hachmann – Ulrich Hakel – Heike Hamann – Klaus Hartmann – Lisa Haselbek – Tanja Hehn – Tina Isabella Hild – Gerhard Himmer – Annika Hippler – Christian Hoischen – Birgit Hölmer – Ralf Homann – Irène Hug – Anja Ibsch – Andrea Imwiehe – Henrik Jacob – Gunilla Jähnichen – Zora Janković – Anna Jermolaewa – Uwe Jonas – Jaeeun Jung – Yuki Jungesblut – Martin Kaltwasser – Mi Jean Kang – Franco Kappl – Judith Karcheter – Veronika Kellndorfer – Werner Kernebeck – R.J. Kirsch – Annette Kisling – Ulrike & Günther-Jürgen Klein – Andreas Knäbel – Andreas Koch – Eva–Maria Kollischan – Susanne Kohler – Karen Koltermann – Andreas Kotulla – Ulrike Kötz – Vanja Krajnc – Inge Krause – Annette Kuhl – Susanne Kutter – Verena Kyselka – Chantal Labinski – Pia Lanzinger – Michael Lapuks – Seraphina Lenz – Pia Linz – Antonia Low – Liz Magno – Fritz Margull – Enikö Márton – Matthias Mayer – Howard McCalebb – Manfred Michl – Penka Mincheva – Ulrike Mohr – Leo de Munk – Berit Myrebøe – Silvia Nettekoven – Gertrud Neuhaus – Sybille Neumeyer – Gabriele Obermaier – Lorcan O’Byrne – Juergen O. Olbrich – Bea Otto – Jürgen Palmtag – Jürgen Paas – Günther Pedrotti – Roman Pfeffer – Andrea Pichl – Torsten Prothmann – Marcel Prüfert – Katja Pudor – Maria–Leena Räihälä – Mirja Reuter –– Gerda Riechert – Kai Richter – Sebastian Rogler – India Roper-Evans – Matthias Roth – Rasso Rottenfusser – Matthias Schamp – Julia Sand – Maike Sander – Gisela Schattenburg – Claudia Schoemig – Iris Schomaker – An Seebach – Olivia W. Seiling – Daniel Seiple – Spunk Seipel – Johanna Smiatek – Soyoung Shon – Soopum Sohn – Jan-Peter E.R. Sonntag – Elisabeth Sonneck – Christina Speer – Petra Spielhagen – Ute Sroka – Anne Staszkiewicz – Christian Stock – Tommy Støckel – Stoll & Wachall – ststs – Sven Stuckenschmidt – Betty Stürmer – Max Sudhues – Caro Suerkemper – Gaby Taplick – Johanna Thompson – Thea Timm – Roel van Timmeren – Peter Torp – Tim Trantenroth – Lukas Troberg – Andrea Übelacker – Timm Ulrichs – Marcos Vidal – Anke Völk – Line Wasner – Christine Weber – Albert Weis – Ute Weiss Leder – Markus Willeke – HS Winkler – René Wirths – Gloria Zein – Barbara Zenner – Christof Zwiener

ALLES III

Eröffnung am 28. Januar um 19 Uhr
verlängert bis 24. Juni

Berit Myrebøe, Jan-Peter Sonntag

Verschoben auf den 30. Juni
bis 26. August

Matias Bechtold, Maike Sander

Verschoben auf 2021

Heike Baranowsky, Veronika Kellndorfer, Mirjam Thomann

Eröffnung am 1. September um 19 Uhr
bis 11. November

Annette Kisling mit Jens Franke, Leonard Wertgen (Architektur und Film)

Eröffnung am 17. November um 19 Uhr
bis 19. Januar 2021

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Melissa Dullius & Gustavo Jahn (Distruktur)





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1 – Muito Romântico (72min, 2016)

Abgrund – und Shangri-La – Die Stadt ist, was man aus ihr macht

Was Karl Scheffler Berlin in seinem berühmten Diktum von 1910 als tragisches Schicksal attestierte, ist den Liebhabern der Stadt von jeher eine Freude: immerfort zu werden und niemals zu sein. Dass das Werden ein Wachsen ist, dafür garantieren immer neue Zugereiste. Sie tragen nicht nur Wünsche, Erwartungen und Träume an die Stadt heran – sie bringen auch die Poesie und Romantik, auf die Berlin als großer Sehnsuchtsort unserer Tage immer wieder neu angewiesen ist.

Mit enormer Sogwirkung ziehen uns die kraftvoll-ruhigen Bilder der Schiffs-Passage aus Brasilien im Muito-Romântico-Exposé zu Melissa und Gustavo ins Boot. Das Ziel der Reise, der neue Lebens- und Arbeitsmittelpunkt, Berlin, ist dagegen Wüste. Zerfallende Altbauten, wuchernde Brachen, Hügellandschaften aus Baustellen überall – bar jeden Glanzes wie ihn etwa das Hockney-Glitzern bis zum Horizont nur Sekunden zuvor noch ausgestrahlt hatte. Herkömmliche Anmut ist eigentlich nur in den herbstlichen Volksparks.

Doch auch die Wüste ist bewohnbar. Berlin ist Abgrund – und Shangri-La. Wohin das Pendel schlägt – der Ausgang ist offen. Übernimmt trüber Alltag das Ruder – was in Berlin schnell gehen kann; nagen Eifersucht, Misstrauen und Unklarheit an den Stadtneurotikern, wie auch zwischen Melissa und Gustavo innerhalb kürzester Zeit – dann sind Herz, Mumm, Abenteuerlust, Poesie und ein Zauber gefragt, den man nur aus sich selbst ziehen kann.

Ein Entkommen ist möglich, immer konnten die Berliner neue Lebensstile und Visionen entwickeln – in den Kiezen und in Muito Romântico verwischen mit dem Personal die Jahrzehnte und Dimensionen, Utopie und Dystopie. Der ehemalige Todesstreifen. Die queere Filmemacherin Imogen Heath. Das ewige anonyme Berliner „Original“. Filmemacher Nikolaus Tscheschner – „Wir leben in Krisenzeiten und in Krisenzonen; so nah und doch so fern“ moderiert er eine Vorführung seines ’85er Films zum Thema „Der Ort, an dem ich wohne“, an.

Jede Biographie ein neuer Entwurf; jede Gruppe eine neue Generation. Kleine Fluchten in Substanzen und Affären mögen helfen, sicherlich Arbeit. Auch Melissa und Gustavo finden durchs Gestrüpp. Im großen durch ein schwarzes Loch in der Wand, durch das sie sich über die Zeit erheben. Im kleinen, indem sie Privates und Arbeit in “Muito Romântico” verweben. Beziehungen und Bekanntschaften ausleben. Musik machen. „Black Banana“ steht dabei am Ende an die Wand geschrieben, dazu eine gepellte schwarze Banane.

So pulsiert der Film unruhig, aber lebhaft auf einem hypnotisch-monotonen Beat in sein offenes Ende – und eine Sternentapete funkelt dazu. Die Band mit der Original-Banane schwingt mit – aber Melissa und Gustavo warten nicht auf den Mann an der Ecke Lexington / 125.

Sie sehen das Licht. (Christian Beck)

2 – In the traveler’s heart (19min, 2013)

3 – Don’t Look Back / Labirinto (6min, 2012)

4 – El Meraya (19min, 2018)

The images of Cairo that make up El Meraya first unfold their attraction by granting access to a foreign city. Then a construction becomes apparent, the scenes give the impression of being staged, part of the realization of a script, the people in it seem like film characters. In fact, however, they are real scenes, only their arrangement by the filmmakers gives the impression of a constructed cinematic event. At the same time, a different reality and a game between reality and fiction emerge, illustrating the power of the images.

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Ulrike und Günther-Jürgen Klein, Anne Staszkiewicz





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Ausstellung vom 13. November 2019 bis 22. Januar 2020

Ulrike und Günther-Jürgen Klein

In „Der Tod ist nur ein Vorhang“ zeigen Ulrike und Günther-Jürgen Klein eine Installation aus ihrem surrealistischen B-MOVIE-Gesamtkunstwerk.

Episode 10, Kapitel 12

Durch die unendlichen Weiten des Alls schwebt die Amöbe II.

Mit einer nachdenklichen Falte auf der hübschen Stirn scannt Evelyne durch die panoramaverglaste Kuppelfront die unendliche Weite: „Wann schlagen wir los?!“ – „Wir warten noch“, kommt es lässig aus der Tiefe des Raumes. Gaspards kantiges Kinn bewegt sich kaum bei diesen Worten. Mit wenigen Schritten tritt er nach vorn, an die Seite der Gefährtin. „Auf was?“, fragt Evelyne mit dunkler Stimme.

„Die korrekte Frage muß lauten: Auf wen?“, klärt Professor Frauenschuh, der sich dezent im Hintergrund gehalten hatte, die Freunde auf.

In diesem Augenblick, ringeldibingel, klingelt es freundlich an der Tür. Wer mag das sein?

Auf einem verspratzten Schwarzweissmonitor erkennt man vage ein heftig winkendes Männlein mit wallendem Haupthaar.

„Hallöooh! Ich bin’s!“, krächzt es frohgemut aus dem Lautsprecher.

Potztausend! Das ist ja der Prof. Dr. Caspar David Friedrich Mannheimer!

 

Anne Staszkiewicz

Einfach nur zu gehen ist das Unangestrengteste. Bei den Bildern von Anne Staszkiewicz befindet man sich mitten auf dem Weg, wo Farbe sich gehen lässt, als bewege mab sich wie durch eine Landschaft auf dem Wege des geringsten Widerstandes.
Der eine oder andere Balken im Blick dient als Orientierungshilfe und markiert die Schnittstellen des Papiers, hält es zusammen und lässt an eine Landkarte erinnern.
Zwar weiß niemand, wohin die Reise geht, aber hin und wieder gibt ein Hund oder eine mehr oder weniger lebendige Figur einen Kommentar, um vielleicht verstehen zu helfen, oder um wenigstens etwas von der Einsamkeit zu nehmen, welche diese Stimmungskarten erzeugen.

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Fotos: Thorsten Bruns