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ALLES! Videoprogramm





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“Public owned city”

bankleer

0:30 min, 2012

ON HUMAN ARROGANCE

Helmut Dick

4:20 min, 2017

In vielen Religionen und Legenden spielen Vögel als fliegende Überbringer und Vermittler zwischen der unerreichbaren Welt der Götter und den erdgebundenen Menschen eine besondere Rolle. Auch in ON HUMAN ARROGANCE werden Vögel für einen Botengang eingespannt. Heraus kommt eine besondere aber auch zweifelhafte Aktion, in der die Beschränktheit und Unausweichlichkeit unserer anthropozentrischen Wahrheit spürbar wird.

Jumping City Teil 2

Birgit Dunkel

7:41 min, 2017

Hopsen – eine Bewegungsform wird wiederentdeckt, eine Form der Fortbewegung mit Erkenntnisgewinn und potentiellem Suchtfaktor. Die Hamburger Künstlerin Birgit Dunkel hat eine alte Form kindlicher Fortbewegung wiederentdeckt und sie konzeptuell für ihr Performance-Filmprojekt “Jumping City” eingesetzt.

Beim “Hopsen” (Jumping) wird die Endorphin-Produktion (sog. Glückshormon) angeregt, was sich positiv auf die Erkenntisfähigkeit auswirkt. Im Sprung verlässt der Körper den Boden und überwindet die Schwerkraft – der Traum vom Fliegen wird für Bruchteile von Sekunden realisiert. Dieser Zustand wird als gesteigertes Glücksempfinden wahrgenommen und erweitert die Kognitions- und Perzeptionsfähigkeit durch eine vermehrte Öffnung der Synapsen. So kann das durch Bücher erworbene Wissen eine kognitive Verbindung mit der sinnlich erlebten Gegenwart und der im Material verkapselten Geschichte des Ortes eingehen, an dem das ‘Jumping’ erlebt wird. Der springende/hopsende Mensch erlebt die ‘Joy of cognition’. (Keine esoterische Kunstaktion, sondern ein künstlerisch-wissenschaftlicher Feldversuch!)

Das Filmprojekt ‘Jumping City’: In 12 europäischen Städten entstehen Bausteine von ca. 5- 6 Minuten Länge. Bisherige Stationen: Stockholm, Oslo, Kopenhagen, Amsterdam, Venedig, Athen und Kassel.

OP

Karin Glanz

7 min, 2013
Das Video entstand 2013 in Berlin-Mitte.

Vive la Solidarité – La Z.A.D. est partout!
Julia Lazarus

5:56 min, 2016
In ihrer künstlerischen, filmischen und kuratorischen Arbeit setzt sich Julia Lazarus mit politischen Architekturen, sozialen Landschaften und den subjektiven Lebenswirklichkeiten auseinander, die durch diese hergestellt werden. In Kooperation mit der türkischen Umweltaktivist*innengruppe Kuzey Ormanları Savunması arbeitet sie derzeit an einem Film, der die Auswirkung der Großbauprojekte auf die nördlich von Istanbul gelegenen Wälder beschreibt. Die kürzlich eröffnete dritte Bosporus-Brücke, der neue Autobahnring und das geplante Luftfahrt-Drehkreuz am Schwarzen Meer sind Teil eines Masterplans der türkischen Regierung für den Großraum Istanbul. Seit 2014 kämpfen die Aktivist*innen von K.O.S gemeinsam mit den Bewohner*innen der betroffenen ländlichen Gebiete gegen die kapitalgetriebene repressive politische Entwicklung, die den gemeinschaftlichen Lebensraum zerstört. Den zunehmenden Schwierigkeiten begegnen sie mit Mut und Humor. Vive la Solidarité – La Z.A.D. est partout! zeigt Aufnahmen einer solidarischen performativen Aktion der Gruppe für die französischen Aktivist*innen der Zone A Défendre, die Widerstand gegen ein ähnlich gigantisches Flughafenprojekt bei Nantes, Frankreich formulieren.

Headonism ˈhiːd(ə)nɪz(ə)m,ˈhɛːd(ə)nɪz(ə)m/ noun

India Roper-Evans

2:37min, 2018

PHILOSOPHY

the mind blowing school of thought, that exhilaration, intoxication, stimulation and invigoration are the most important pursuits of humankind, and the only thing that is good for an individual. 

tanz die parallaxe

Olivia W. Seiling

3:25 min, 2015

Ein schleifenförmiger Film über die Humantopologie von Selbstausbeutung, Kulturproduktion, Wirtschaft und Arbeitskraft in einer rastlosen, euphemistischen Gesellschaft. Eine Peep Show über neurotisch expressive Ipsationsmuster in Räumen die Labor, Studio, Geschäft und Zuhause sein können/müssen, sind oder waren.

Seilings Arbeiten bewegen sich auf einer Möbiusschleife zwischen schizoidem Selbstzweck, der Repräsentation von Intuition und Appropriation und dem vermeintlich freien Spiel mit den Dingen zur Spiegelung disparater Welten und Ideen. Gezeichnete Linien, die dem inneren Auge folgten und performanceartige Darbietungen vor einer einsamen Kamera, belegen die verschlungenen Wanderungen zwischen der Perzeption als Subjekt und der Eigenfunktionalisierung zum Objekt.

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Seraphina Lenz





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Filmpark, 2008, 34 min

Filmpark wurde im Sommer 2008 mit Anwohnern und Besuchern des Carl-Weder-Parks in Berlin-Neukölln gedreht. Verschiedene Kameras lagen bereit um eigene Sequenzen aufzunehmen. Man konnte zum Casting kommen und im Film eine Rolle spielen. Es gab ein Separee für konzentrierte Meinungsäußerungen vor der Kamera und Drehbuchbesprechungen.

Der Film ist mehr als eine Ortsbeschreibung. Er handelt von verborgenen Potenzialen des Parks, von der Möglichkeit ihn zu verwandeln, ihm neue Bedeutung zu geben.

Filmpark ist ein Projekt der Werkstatt für Veränderung.

Regie: Seraphina Lenz

Kamera und Schnitt: Daniel Kunle

Künstlerische Mitarbeit: Michael Bause

Musik: Jan Tilmann Schade

Finanziert durch das Bezirksamt Neukölln FB, Stadtplanung

Die Werkstatt weckt den weißen Riesen, 2011, 5:35 min

Zwischen 2011 und 2014 entwickelte Seraphina Lenz im Auftrag des Bezirksamts Neukölln ein Konzept für die Nutzung des umgebauten Bunkergeländes an der Rungiusstraße. Im Flächennutzungsplan ist er als Standort für Kinder und Jugendliche ausgewiesen. Der Name „weißer Riese“ ist die Erfindung einer Teilnehmerin und geht auf die weiße Zeltarchitektur zurück, die die Fläche beschirmt. Der Film zeigt, wie die Nachbarskinder im ersten Jahr den Ort entdecken und verwandeln.

Regie: Seraphina Lenz

Kamera und Schnitt: Anett Vietzke

Künstlerische Mitarbeit: Michael Bause

Musik: Willy Daum

Finanziert durch das Bezirksamt Neukölln, FB Stadtplanung

Glamourriese, 2014, 3:48 Minuten

Das Video ist die letzte von vier Produktionen, die zwischen 2011 und 2014 auf dem neu gestalteten Bunkergelände an der Neuköllner Rungiusstraße stattfanden. Der Ort erwies sich als ausgeprägter Hybrid zum Beispiel zwischen drinnen und draußen, Werkstatt und Theater, Varieté und Spielplatz. Diese Unbestimmtheit zeigte sich als perfekte Voraussetzung für immer neue Experimente und offene Prozesse, die in konkrete Vorhaben umschlagen: 2014 war das eine Varietéshow und die Produktion eines Musikklips.

Regie: Seraphina Lenz

Kamera und Schnitt: Daniel Kunle

Künstlerische Mitarbeit: Michael Bause

Musik: Westbam

Finanziert durch das Bezirksamt Neukölln, FB Stadtplanung

Anspiel – der Trailer, 2017, 4:16 min

Auf Einladung zum kuratierten Kunstverfahren der IGA recherchierte Seraphina Lenz von 2013 bis 2016 in Marzahn Hellersdorf zu der Frage wie das stadträumliche Großereignis sich für die Anwohner_innen darstellt. 2016 gründete sie das Anspiel-Ensemble mit 16 ortsansässigen Protagonisten. Ein knappes Jahr wurde wöchentlich geprobt und diskutiert. Mit der Schauspielerin und Regisseurin Anja Scheffer und dem Ensemble realisierte die Künstlerin eine Performance, die das städtische Umfeld mit historischen und aktuellen Aspekten in der Gartenausstellung aufführte. Das Ensemble bewegte sich über das Gelände, nahm Raum ein, stand im Weg, bildete Soundduschen und dialogische Chöre. Ein DDR-Museum auf Rollen begleitete das Stück.

Anspiel – der Trailer verweist auf die Performance, die in der Vergangenheit liegt und so nie wieder zu sehen ist.

Idee und Realisierung: Seraphina Lenz

Schauspielarbeit und Dramaturgie: Anja Scheffer

Kamera und Schnitt: Daniel Kunle

Musik: Ekki Maas

Finanziert durch die IGA Berlin 2017

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India Roper-Evans





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India Roper-Evans

‘Dancing to the Sounds of Lichtenberg’ is a project conceived while on the Lichtenberg Studios Residency this year, with 50% professional dancers and 50% un-trained dancers, dancing to the surrounding sounds of various locations in the borough of Lichtenberg in Berlin. The trained and un-trained movers and dancers are reacting to everyday sounds and interpreting these in different ways, in industrial, urban landscapes, at historical landmarks, abandoned buildings, tourist sites and empty parking lots. Where noise becomes a rhythm, traffic a beat, bird song a melody, wind a movement. A purely physical reaction to Lichtenberg, Berlin. (India Roper-Evans)

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India Roper-Evans





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India Roper-Evans

Dancing to the sounds of Lichtenberg, 29:55 min., 2017

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Folke Köbberling, Martin Kaltwasser und David Moises





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The performative sculpture by Folke Köbberling / Martin Kaltwassser and David Moises is the product of a clash between an exciting game with technology and an ephemeral structure. A temporary multi-storey car park made of plasterboard has been erected between the Schaustelle and the Pinakothek der Moderne. The ‘Kulissenparkhaus’ (or ‘parking block scenery’) contains remote-control cars that are programmed to drive around. The car park’s pillars are constantly buffeted by the cars’ movements, until they finally crumble, resulting in the gradual collapse of the structure. The plasterboards shift unpredictably and each new day marks the continuation of a sculptural process.
The cars end up destroying a structure that – from a purely typological perspective – was designed solely to house them. As the motor car continues to enjoy cult status and dominate private transport, the action questions its place in and impact on our world. Köbberling / Kaltwasser and David Moises turn the power dynamic on its head: as soon as the cars take on a life of their own, they begin to destroy themselves and their environment.

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Matthias Beckmann

april to june





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“Atlas of anatomy”

 

Animationsfilm 2013

4:02 Minuten

Idee, Zeichnungen, Sprecher: Matthias Beckmann

Ton: Dirk Schaefer

Filmtechnik: Matthias Daenschel

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Doris Schmid / Jürgen Palmtag

February to April 2017





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There is no secret
Where does narrative start and where does it end? A reworked horror film, with layers and cut outs;
onto which had been projected, simultaneous appropriation and alienation of pictorial material. How
pictures, painted over with the remainders of the previous image and remnants of time, contradict
linear time. Within this approach, a combination of numerous time lapses.
A notion of being pursued is central: A woman and her double, the performer. She imitates and
repeats the actions of the protagonist and sets in train an interplay between the filmic image and
performance. Settings are the nightly scenarios: Deserted streets and landscapes, a hotel room and a
church with organ.

Video, DE 2015 / 20 min / PAL 4:3 / Stereo
Doris Schmid / Jürgen Palmtag
Bild: Doris Schmid / Musik: Jürgen Palmtag
2. Kamera: Markus Otto / Performance: Fabienne Gallina-Baron

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Foert / Norkeit

November - January 2017





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Frederik Foert
ACQUA ALTA
1:19 min, Venedig, 2015
Acqua alta (italienisch ‚hohes Wasser‘) ist das winterliche und alljährlich wiederkehrende Hochwasser in Venedig. Es entsteht, wenn bei besonders starker Flut und niedrigem Luftdruck der Scirocco das Wasser landeinwärts in die Lagune von Venedig drückt und dauert, da von den Gezeiten abhängig, nur jeweils wenige Stunden. Bei normaler Flut steigt der Wasserspiegel bis zu 90 cm über den Normalstand; wenn er höher steigt, ist „Acqua alta“.
Durch einfache Umkehrung der Horizontlinie wird das Geschehen auf der Wasseroberfläche auf den Himmel verlagert. Das bunte Treiben auf dem Canal Grande so zu sagen in göttliche Sphären gehoben. Von “Fluglotsen” gesteuert wogen kopfüber allerlei Schiffskörper über die wogenden Wolken, aus banaler Erdanziehung wird ein barockes Himmelsgetümmel alla Tiepolo. Heaven is a Place on Earth!
Lätitia Norkeit
Quasi Grün
11:18 min, Berlin 2012
„Quasi Grün” ist ein Videoarbeit aus eingesprochenem Text und Fotos zu Gestaltungskonzepten städtischer Grünflächen und Parks.
„Eingebettet in »städtischer Restnatur« wirken jene rustikalen oder minimalistischen Ausstattungselemente oft grotesk, vielmehr noch wenn sie in ihrer Funktion missbraucht sind, oder ihr Planungskonzept verfehlen, wie Bänke als Vandalismus-opfer, Wege ergänzt durch Trampelpfade, und zufällige Steine, an zufällig geschlängelten Wegen. Der Park wird zur Kulisse, angereichert mit abgenutzten Mobiliar aus dem Planungsfundus.“
Die Texte zeichnen die angetroffenen Parkbesucher nach.

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Sonya Schönberger





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(“…) The Volkspark Prenzlauer Berg is one of Berlin’s 14 piles of rubble. In those historic sites Schönberger also researched for her work “641 objects without qualities”. Together with artist Christof Zwiener Schönberger collected fragments and shards of everyday objects which found their way through the mountains of rubble and debris of war to the surface in those parks. Within the exhibition “Scherben” in the Berlin Museum of Things (2013-2014) Sonya Schönberger met the “thing expert” Michael Engelke. In the video Michael (2014), Engelke situates selected pieces and objects and explains their original function. He connects each object to its history and gives the fragments a possible provenance. They are to memory fragments that allow the viewer an immediate access to recent German cultural history.” (Silke Wittig, nbk, 2015)

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Brain Twister (Autogyrocopter) (2015)
Video, 2:26
Roman Pfeffer besitzt das österreichische Olympia Achter Ruderboot von 1972 mit einer Länge von 17,5
Meter, und verwendete dieses für die Videoarbeit Brain Twister (Autogyrocopter) (2015). Der Film zeigt
den Künstler auf einer Wiese im Wiener Prater stehend und das Boot kieloben auf seinem Kopf balancierend
– kein digitaler Trick, sondern real umgesetzt. Vom Wind angetrieben, dreht sich das Boot langsam wie ein
Propeller um den Kopf des Künstlers, während dieser ganz still steht und weniger als Akteur denn als Teil
der ‚Maschine‘ erscheint. Das Boot verdeckt den oberen Teil seines Gesichts einschließlich der Augen, so
dass er visuell von der äußeren Welt abgeschnitten ist und nur das Innere des Brain Twisters sieht, der für
ihn nicht nur ein mögliches Flug- sondern auch ein Denkgerät ist.
In Roman Pfeffers Arbeiten findet gewissermaßen eine „Realitätsverrückung“ statt. Ihn interessiert vor allem
der Moment der Überraschung und Verunsicherung, wenn sich vermeintlich eindeutige Dinge als etwas
anderes herausstellen als man in ihnen zu sehen geglaubt hat.
Roman Pfeffer 1972 geboren in Vöcklabruck (Österreich), lebt und arbeitet in Wien.