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Bild: Nitya Misra, Lost & Found: Berlin, 2026 (Still)

Nitya Misra
Lost & Found: Berlin, 2026, 25:19 min

„Lost & Found: Berlin“ ist ein persönlicher Dokumentarfilm, der Berlin durch die Linse von verlorenen oder zurückgelassenen Gegenständen beleuchtet. Was können verlorene Gegenstände über eine Stadt verraten? Was sagen sie uns über die Menschen, die sich in ihren Räumen bewegen? Der Film würdigt die stille Präsenz alltäglicher Gegenstände – um zu zeigen, wie das Alltägliche an Bedeutung gewinnt und wie Verlust unerwartete Einblicke in Zugehörigkeit, Erinnerung und Identität bieten kann.

Nitya Misra ist eine unabhängige Filmemacherin aus Bangalore, Indien, deren Arbeiten unbedeutende Momente einfangen, die die außergewöhnlichen Aspekte des Alltags in städtischen Räumen offenbaren. Sie nutzt verschiedene Techniken des visuellen Erzählens, um Video, Text, Erinnerung, Musik und digitale Medien miteinander zu verweben.

In Erinnerung an Michel Freerix (1961-2026)

Wie viele vor ihr hat Nitya Misra bei ihrem Aufenthalt in den Lichtberg Studios Kontakt zu Michel gesucht, der in der Nähe wohnte. In ihrem neuen Film „Lost & Found: Berlin” ist Michel über fünf Minuten zu sehen. So ist er zwar nur ein Teil des Films, aber wir können ihn noch einmal wiedersehen.

Seit Beginn der Lichtenberg Studios im Jahr 2011 und dann der Bespielung des studios im Hochhaus 2015 war Michel immer ein aktiver Teil davon und immer bereit, zu helfen oder mitzumachen. Gemeinsam haben wir Filmabende und eine Disco im Stadthaus organisiert. Viele Stipendiat(inn)en haben seinen Rat eingeholt. Auch im studio im Hochhaus haben wir immer kooperiert: Er kuratierte zwei Filmreihen – 2017 mit Hartmut Bitomsky und 2019 mit Harun Farocki –, machte Vorschläge für den Videoraum und legte immer wieder seine Platten auf.

Es ist schmerzlich, dass Michel so früh sterben musste. Er fehlt.