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Sabine Friesicke, Inge Krause

19. Juni - 22 August 2018





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Zeit Zeichen

Sabine Friesicke
In meiner neuen Rauminstallation „ Islands of time“ (2017/2018) geht es um Zeit.
Das Metronom schlägt im Sekundentakt, während Linien auf gefundenen und zerkleinerten Papieren (meist Rückseiten meiner alten Zeichnungen), entstehen. Ich zeichne mit der Hand und benutzte schwarze und weisse Tusche, Gouache, Wasserfarbe oder Graphit.
Die Linien sind von begrenzter Zeit, werden nach einer Minute abgebrochen. Diese kleinen Zeichnungen füge ich in Kollagen zusammen: Zufälle, überlagerte Zeit, dichte Zeit, unsichtbare Zeit, Zeiträume. So entstehen die Zeitinseln. Angebracht direkt an die Wand wird diese als Bildträger mit einbezogen. Jede „Insel“ steht für sich. Als Gruppe an der Wand gehen sie eine Wechselwirkung ein und durch ihre Ausdehnung in den Raum können sie abgeschritten werden. Sie fordern den Betrachter auf, dicht an sie heranzutreten und aus der Nähe zu schauen. (Sabine Friesicke, April 2018)

Inge Krause
Die Motive meiner Zeichnungen entstammen überwiegend der Tagespresse. In der umfangreichen Arbeit ohne Titel (SZ August 2007 bis April 2008) habe ich beispielsweise über neun Monate das Titelfoto der Süddeutschen Zeitung immer am Tag ihres Erscheinens gezeichnet. Dabei wurden die Vorlagen zeichnerisch so umgesetzt, dass die öffentlichen Bilder durch gezielte Unschärfe  ins Abstrakte gelenkt werden, um ihnen eine Relevanz zu geben, die über das tagespolitische Ereignis hinausreicht. (Inge Krause, April 2018)

Sabine Friesicke, geboren in Hamburg, lebt in Berlin und New York.
Nach ihrem Studium der Freien Kunst in Hamburg an der HfBK lebte und arbeitete sie von 1988 bis 2015 in NYC, USA. Nach dem Studium folgten sowohl Einzel- als auch Gruppenausstellungen in New York City, NY, Philadelphia, PA, Spanien und in Berlin. Ihre Arbeiten sind in zahlreichen Sammlungen vertreten, wie u.a. im Brooklyn Museum, NY, Harvard University Art Museum, Cambridge, MA, im Davis Museum, Wellesley College, MA, im UCLA Hammer Museum, Los Angeles, CA, im New Mexico Museum of Art, Santa Fe, NM und im Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin.

Inge Krause studierte von 1988 bis 1995 an der Hochschule bildende Künste in Hamburg bei Stanley Brouwn und Gotthard Graubner. Sie erhielt verschiedene Auszeichnungen und Preise: 1996 Arbeitsstipendium für bildende Kunst in Hamburg, 2002 Studienaufenthalt in der Casa Baldi in Olevano Romano in Italien, 2013 HAP-Grieshaber-Preis der VG-Bildkunst. Ihre Arbeiten wurden im In- und Ausland gezeigt und sind in zahlreichen privaten Sammlungen vertreten.