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Holger Biermann, Thomas Bruns





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Bild: Thomas Bruns, Kulturforum, 2015

 19. Juni bis 21. August 2019

Holger Biermann, Thomas Bruns

 

Holger Biermann

„Holger Biermann ist nach traditioneller Vorstellung Straßenfotograf. Als solcher registriert er mit seiner Kamera sehr wachsam, was ihm auf den Straßen begegnet. Es folgt einer gewissen Plausibilität, dass die Anfänge seiner Fotografie in New York liegen, wo er sich von 2001 bis 2003 aufhielt. Und mithin in der Stadt, die wohl die meisten der weltweit bekannt gewordenen Fotografinnen und Fotografen dieses Sujets hervorgebracht hat. Straßenfotografie bedingt die Großstadt, zwingend, denn nur dort kommt es zu den notwendigen Verdichtungen, wenn zig Menschen im täglichen Einerlei aufeinandertreffen. Eben diese Stadt, New York City, löste bei Holger Biermann angesichts der für ihn ungewohnt vielen Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen den entscheidenden Impuls aus. So wanderte er über Monate durch die Straßen dieser Weltmetropole und fotografierte, was er sah. So auch im Umfeld des Anschlags auf die Twin-Tower am 11. September 2001.“ (Dr. Enno Kaufhold, Fotohistoriker)

 

Thomas Bruns

„Architektur und öffentlicher Raum sind gleichzeitig auch die Austragungsorte politischer, sozialer und ökonomischer Kämpfe. Allzu offensichtlich sind die Verdrängungsprozesse und Verteilungskämpfe, die sich an Besitz, Nutzung, Funktion von Flächen und Bauten und an Miet- und Verkaufspreisen festmachen lassen. Jedes Nutzungskonzept für den städtischen Raum ist auch Ausdruck einer komplexen soziologischen Entwicklung und stellt gerade in Berlin immer auch historische Kontexte und kulturelle Prämissen zur Diskussion.“ (Maik Schlüter, Ausschnitt aus dem Text „Dokument und Desaster“)